Schriftenreihe

Eine wichtige Publikationsform ist die Schriftenreihe der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, die seit 1979 herausgegeben wird. Alljährlich werden hier die Ergebnisse der Frühjahrstagung veröffentlicht. Die Schriftenreihe der Akademie erfährt in ihrer thematischen Vielseitigkeit und Relevanz allgemeine Anerkennung. Sie ist zugleich Grundlage und Anstoß für die weitere wissenschaftliche Beschäftigung mit Kinder- und Jugendliteratur. Sie gibt weiterhin ein Forum, sich zu aktuellen Themen der Kinder- und Jugendliteratur zu äußern, und bietet damit Orientierungshilfe in der Kinder- und Jugendbucharbeit für Pädagogen, Erzieher, Lehrer, Studenten, Wissenschaftler und Freunde der Kinder- und Jugendliteratur. Ihr langjähriges Erscheinen ist nur dank Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend möglich. Die Schriftenreihe wird publiziert im Schneider-Verlag Hohengehren.

Neuerscheinungen 2016

Literarisch-kulturelle Begegnungen mit dem Judentum
Beiträge zur kinderliterarischen Fachöffentlichkeit


Herausgegeben von Jana Mikota, Claudia Maria Pecher, Gabriele von Glasenapp
Schriftenreihe der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Band 45
292 Seiten, ISBN 978-3-8340-1604-1, 22,- ¤

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur widmete ihre Jahrestagung 2015 einem für die Geschichte und Gegenwart der Kinder- und Jugendliteratur zentralen Thema, der literarisch-kulturellen Begegnung mit dem Judentum. Sie knüpft damit an eine Thematik an, die bereits 1985 von der Gründergeneration der Akademie auf einer Tagung behandelt worden war: Begegnungen mit dem Judentum aus historisch-kultureller Perspektive zu betrachten, d.h. Begegnungen, in denen, anders als sonst üblich, nicht der Holocaust im Zentrum steht, er aber dennoch nicht ausgespart bleibt. Die hieraus hervorgegangenen Beiträge geben Einblicke in die unterschiedlichen Darstellungen des Judentums in der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur, gehen auf die Auseinandersetzung mit dem Nahostkonflikt in Comics ein, setzen sich mit dem Judentum aus religiöser Perspektive auseinander und zeigen Wege der Vermittlung und des Austauschs in Sachbuch, historischen Romanen, Musical sowie Schulbüchern und Ausstellungsprojekten auf. Außerdem präsentiert sich mit dem Ariella Verlag der erste (und bislang einzige) jüdische Kinderbuchverlag in Deutschland.
Erstmals erscheint mit diesem Band ein Jahrbuch im Kontext der Schriftenreihe der Akademie, das über die Jahrestagung hinaus Beiträge u.a. in Form von Laudationes, Empfehlungen und Rezensionen aus der Akademie ausweist. Neben der Verleihung des Großen Preises an den Autor und Erzähler Rafik Schami sowie der Nachwuchspreise an Nele Brönner und Stefanie Höfler werden hier Personen gewürdigt, die sich im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur herausragende Verdienste erworben haben, wie beispielsweise Ulrich Störiko-Blume und Dr. Franz-Josef Payrhuber, Volkacher Taler-Träger 2015.

Neuerscheinungen 2015

Der Stoff, aus dem Geschichten sind.
Intertextualität im Werk Otfried Preußlers


Herausgegeben von Kurt Franz und Günter Lange
Schriftenreihe der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Band 44
258 Seiten, ISBN: 978-3-8340-1471-9, 22,- ¤

Die vorliegende Publikation beruht weitgehend auf der Tagung, die im Mai 2014 von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach durchgeführt wurde. Sie war dem Werk Otfried Preußlers gewidmet, und zwar nicht nur, weil der Mitbegründer der Akademie im Januar 2013 verstorben ist, sondern weil es sich um einen der renommiertesten Kinderbuchautoren im deutschsprachigen Raum handelt, dessen Werk wie kaum ein zweites die Kinderliteratur nach 1945 geprägt hat, nicht nur in Deutschland, sondern auch international.
Die Beiträge gehen den Fragen nach, warum Preußler mit seinen Werken so außerordentlichen Erfolg bei Kindern hatte und weiterhin hat. Immerhin zählt er auch heute noch mit zu den meistgelesenen Kinderbuchautoren, von Umsetzungen in andere Medien (Hörspiel, Theater, Film u.a.) ganz abgesehen. Damit ist eine weitere wesentliche Frage angesprochen, nämlich was seine narrative Besonderheit ausmacht, so dass immer wieder die Charakteristika seiner Sprache und seines Stils thematisiert werden. Schließlich ist ein ganz zentraler Bereich der Heimatbezug Preußlers, denn schließlich sind die Erzählstoffe in seinem Werk auffällig „volksliterarisch“ ausgerichtet, d.h. dass seinen Kinderbüchern größtenteils Stoffe aus Sagen und Märchen seiner engeren Heimat und dem weiteren Umkreis (Nordböhmen, Riesengebirge, Lausitz usw.) zugrunde liegen. Damit lässt sich auch seine literarische Herkunft bestimmen, denn die Prägung durch seine Familie (Großmutter, Vater) wird da ganz offensichtlich. Allerdings lässt sich diese volksliterarische Determinierung nicht allein auf seine böhmische Herkunft beziehen, da er auch entsprechende Stoffe aus anderen Gegenden und selbst aus seiner zweiten Heimat (Bayern) verwertet hat.

Erzählen im Prozess des gesellschaftlichen und medialen Wandels
Märchen, Mythen, klassische und moderne Kinderliteratur und Kindermedien


Herausgegeben von Jürgen Janning, Claudia Maria Pecher, Karin Richter
Schriftenreihe der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Band 43
300 Seiten, ISBN 978-3-8340-1420-7, 24,- ¤

Die vorliegende Publikation ist Ausdruck der engen Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur und der Märchen-Stiftung Walter Kahn. Sie vereint die Beiträge der Jahrestagungen "Der Mensch hintern den Märchen. Vom homo rarrans und seiner Wirkung" (Märchen-Stiftung Walter Kahn) und "Literaturentwicklung – Literaturkritik – Literaturbehandlung. Die Kinder- und Jugendliteratur im Prozess des gesellschaftlichen und medialen Wandels." (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur).
Der Gewinn der gemeinsamen Veröffentlichung liegt insbesondere darin, dass auf diese Weise die Berührungen zwischen den unterschiedlichen Zugängen zu Literartur und Literaturrezeption ebenso sichtbar werden wie die Wandlungen, die Traditionen und die Suche nach Wegen, Kindern (und Erwachsenen) einen weiten kulturellen Reichtum zu eröffnen.
Der Titel „Erzählen im Prozess des gesellschaftlichen und medialen Wandels“ versteht sich durchaus als Programm in dem Sinne, dass damit auf ein Denk- und Handlungsmuster insistiert wird, dass sich Verflachungen gegenwärtiger kultureller, medialer und pädagogischer Orientierungen entgegensetzt, ohne sich neuen medialen Entwicklungen zu verschließen.

9783834014207in.pdf">Inhaltsverzeichnis

Band 41 - Lesen für die Umwelt

Natur, Umwelt und Umweltschutz in der Kinder- und Jugendliteratur

Herausgegeben von Hans- Heino Ewers, Gabriele von Glasenapp und Claudia Maria Pecher
Schriftenreihe der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Band 41
193 Seiten, ISBN: 9783834012029, 19,- ¤

Der Band dokumentiert die Frühjahrstagung 2012 der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, die im Zeichen des Umweltschutzes stand.
Hans-Heino Ewers erläutert im ersten Beitrag Ansichten zum kindlichen Naturverhältnis vom Ende des 18. Jhd. bis in die Gegenwart.
Daniel Boese zeigt, wie die Klimabewegung die Macht des Geschichten- Erzählens für ihre Ziele nutzt.
Wie Kinder ihre Umwelt begreifen, erklärt Karlheinz Köhler im dritten Beitrag.
Helga Zitzlsperger bietet einen Erfahrungsbericht über ein Projekt, in dem durch von Märchen mit einer Mensch- Tier- Beziehung die Sensibilität Jugendlicher für Tierschutz und Naturethik gefördert werden sollte.
Über das Naturverständins in afrikanischen Märchen berichtet Mensah Wekenon Tokponto.
Gabriele von Glasenapp bringt in ihrem Beitrag Form und Funktion von Utopien und Dystopien in der Kinder- und Jugendliteratur näher.
Eine Zukunftsvision entwirft Ulrich Eberl, der die mögliche Entwicklung technischer Innovationen zeigt.
Rolf Behringer bietet Anregungen für den Einsatz der mobilen Solarwerkstatt "famos" in Bildungsinstituionen.
Helge Bork stellt die weltweite Initiative Plant-for-the-Plant vor, in der Kinder und Jugendliche mit dem Planzen von Bäumen gegen die Klimakrise kämpfen.
Die Figurenzeichnung von Umweltschützern in der Kinder- und Jugendliteratur wird von Jana Mikote genauer analysiert.
Die umweltethischen Apsekte in Astrid Lindgrens Ferien auf Saltkrokan weist Andrea Weinmann nach.
Wie man auch mit Klassikern wie Goethe das Thema "Nachhaltigkeit" im Unterricht behandeln kann, zeigt Karin Richter.
Anja Stürzer bietet einen Blick in ihre Werkstatt und berichtet über die Entstehung des Zukunftsromans Somniavero
Die Illustrationen zu diesem Werk stellt Julia Dürr vor. Christina Mayer und Johanna Weyrauther berichten über die Ausstellung "Klima & Co" und Anke Harms zeigt an verschiedenen Beispielen, wie sich aktuelle Bilderbücher das Thema Natur und Umwelt vermitteln. Abschließend findet sich eine Bibliografie zu den Klima- Buchtipps 2011-2014, die im Rahmen des Projekts "Lesen für die Umwelt" ausgezeichnet wurden.

Band 40 - Alles Lyrik

Und dann und wann ein weißer Elefant
Alles Lyrik - historisch, didaktisch, medial

Herausgegeben von Kurt Franz und Franz-Josef Payrhuber
Schriftenreihe der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Band 40
178 Seiten, ISBN: 9783834010346, ¤ 19

Der Band dokumentiert die Frühjahrstagung 2011 der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, die wieder einmal dem weiten Bereich der Lyrik gewidmet war. Im ersten Beitrag macht sich Hans-Heino Ewers Auf die Suche nach dem ‚neuen Kindergedicht‘, indem er in einem Längsschnitt anhand gängiger Modelle und kommentierter Beispiele die historische Entwicklung von der Aufklärung bis in die Gegenwart nachvollzieht. Die provozierende Liedzeile „Wer sagt, dass Mädchen dümmer sind …“ bildet den Obertitel des Beitrags von Kurt Franz, der die Generierung und Differenzierung von Geschlechterrollen in der Kinderlyrik seit 200 Jahren verfolgt und dabei vor allem die außergewöhnliche Potenz gebundener Sprache bei diesen Prozessen deutlich macht, d.h. in welch hohem Grade Kinderreime, Kindergedichte und Kinderlieder, auch im Schulunterricht, zur spezifischen Erziehung von Jungen und Mädchen beigetragen haben. Ein heißes Eisen greift auch Franz-Josef Payrhuber auf, indem er sich der Lyrik und Poetik dreier wichtiger Autoren, Bertolt Brecht, Peter Hacks und Reiner Kunze, widmet und zeigt, dass ‚Interpretation‘ nichts Abschreckendes ist, sondern ein entscheidender Vorgang, der „die Freude am Text mehren“ wird.
Gudrun Schulz weist nach, wie wichtig Kinderreime für die Sprachentwicklung in der frühen Kindheit sind, und Leonore Jahn bietet methodische Umsetzungen vom ersten bis zum sechsten Schuljahr, um Lyrik erleben zu lassen. Die Verbindung Lyrik und Medien stellt Gabriele Gien her, speziell dem bisher wenig beachteten „kreativen Spiel“ von Lyrik und Illustration widmet sich Dietrich Grünewald.
Jürgen Janning bringt seine Erfahrungen bei der sprechgestaltenden Interpretation von Gedichten ein (Verstehen durch Sprechen). Sabine Peine macht am Beispiel der ‚Jungen Dichter und Denker‘ die enge Verbindung von Lyrik und Musik sichtbar und bietet Anregungen für den schulischen Nachvollzug. Schließlich stellt Katharina Dietmaier Verfilmte Lyrik am Beispiel des Films Poem vor.
Der Band bietet für Lehrkräfte, Studierende, Germanisten und Freunde des Gedichts im Allgemeinen wie des Kindergedichts im Speziellen ein weites Spektrum, in dem Lyrik multiperspektivisch betrachtet und in verschiedene mediale Beziehungen gesetzt wird.

Download:
Infoflyer

BAND 39 - Faszinierende Märchenwelt

Der Band dokumentiert die Frühjahrstagung der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, die 2010 aus Anlass des 25jährigen Bestehens der Märchenstiftung Walter Kahn von beiden Institutionen gemeinsam veranstaltet wurde und sich in einem vielschichtigen Zugang dem Märchen in Illustration, Theater und Film widmete.
In einem grundlegenden Beitrag entfaltet Gerhard Haas die vielen Facetten des kulturellen Wertes der Märchen, durch die dem aktuellen Bildungsdiskurs entscheidende Impulse vermitteln werden können.
Auf einer anderen Ebene bietet Andreas Bode einen außergewöhnlichen Überblick über die 200jährige Geschichte der ‚Bebilderung des Märchens‘ in den unterschiedlichen kulturellen Räumen und offenbart damit Entwicklungen in anderen Ländern und Regionen, die ansonsten nicht wahrgenommen werden. Auch die Darstellung von Regina Freyberger zur Rezeption der orientalischen Märchen zeichnet sich durch eine Weite des Blicks in andere Welten aus.
Vier Werkstattgespräche sind dem Werk der Bildkünstler Klaus Ensikat, Lisbeth Zwerger, Susanne Janssen und Maren Briswalter gewidmet und widerspiegeln einen wichtigen Akzent der Tagung, die durch die Anwesenheit bedeutender Illustratoren einen Einblick in aktuelle künstlerische Schaffensprozesse bot.
Die Vielfalt medialer Aneignungsformen des Märchens in Theater und Film kennzeichnen die Beiträge von Franz-Josef Payrhuber, Kurt Franz, Susanne Heinke/Beate Rabe und Irene Wellershoff: Märchentheaterstücke für Kinder und Erwachsene sowie die Traditionen der Augsburger Puppenkiste werden dabei ebenso beleuchtet wie die Entwicklung des Märchenfilms von seiner Entstehung bis hin zu aktuellen Produktionen. Mit den Wortmeldungen zu dem ‚Medium‘ Schulwandbild (Ina Katharina Uphoff, Lutz Dathe) wird eine Brücke zwischen Buchillustration und schulpädagogischen Prozessen geschlagen, während Karin Richter Beispiele kindlicher Zugänge zu Märchen-Illustrationen in Unterrichtsprojekten präsentiert. Die Herausgeber sind der Ansicht, dass die Publikation dem Märchen-Diskurs neue Impulse vermitteln kann, Anregungen für Veranstaltungen und Projekte zum 200jährigen Jubiläum der Erstausgabe der Märchen der Brüder Grimm im Jahre 2012 bietet und auch der individuellen Begegnung mit dem Märchen in Familie, Freundeskreis und Schule neue Akzente eröffnen kann.

Hier gelangen Sie auf die Seiten des Schneider Verlags Hohengehren.

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„Fast wie Freunde“
Ausstellungseröffnung im Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseum mit Serafina Preisträgerin Mirjam Zels
am 10. August 2018, um 18:30 Uhr

Das Bilderbuch „Fast wie Freunde“ erzählt die Geschichte der kleinen ... Mehr lesen

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