Hörbuch des Monats Januar 2016

Die Jury des Medienhauses Sankt Michaelsbund hat folgende Hörbücher zum »Hörbuch des Monats Januar 2016« ausgewählt:

Hörbuch des Monats – junior

Katherine Rundell: Sophie auf den Dächern

Gelesen von Merete Brettschneider
Hamburg: Audiolino, 2015
Gekürzte Lesung
4 CDs, ca. 239 Min.
ISBN 978-3-86737-221-3
14,90 ¤

Wie Moses im Weidenkörbchen, so wird Sophie als Baby in einem Cellokasten aus dem offenen Meer gefischt und gerettet. Der junge Wissenschaftler Charles zieht das Waisenmädchen groß, doch an ihrem zwölften Geburtstag will das Jugendamt ihm Sophie wegnehmen und sie in einem Heim unterbringen. Sophie jedoch ist überzeugt, dass ihre Mutter noch am Leben ist und setzt alles daran, sie ausfindig zu machen. Die Suche führt das Mädchen nach Paris und zu Matteo, der auf den Dächern der Stadt lebt. Waghalsige Klettertouren und aufregende Abenteuer beginnen – wird Sophie ihre Mutter in der großen Stadt tatsächlich finden? Am Ende ist es die Musik, die ihr dabei hilft…
Die Schauspielerin und Synchronsprecherin Merete Brettschneider verleiht den Helden dieses faszinierenden Kinderbuchs ganz besonderen Charme.

Hörbuch des Monats – Erwachsene

Péter Gárdos: Fieber am Morgen

Gelesen von Axel Wostry
Hoffmann und Campe, 2015
5 CDs, 390 Min.
ISBN 978-3-455-31031-3
19,99 ¤

Im Sommer 1945 erreicht der junge ungarische Jude Miklós schwer krank und völlig unterernährt gemeinsam mit einigen Leidensgenossen Schweden. In der Obhut von guten Ärzten und fürsorglichem Pflegepersonal sollen sich die Männer vom unvorstellbaren Martyrium in den Konzentrationslagern der Nazis erholen. Doch die Mediziner stellen dem an fortgeschrittener Tuberkulose leidenden Miklós eine ernüchternde Prognose, nach der ihm nur noch wenige Wochen Lebenszeit bleiben. Der aber negiert diese düstere Aussicht und schreibt stattdessen voller Hoffnung Briefe an 117 Jüdinnen aus seiner Heimatstadt, von denen er glaubt, dass auch sie sich in Schweden aufhalten, denn er möchte heiraten. Unter den wenigen Antworten, die er erhält, ist auch Lilly Reichs Brief, und beim Lesen merkt er sofort, dass sie „die Richtige“ ist.
Der Briefwechsel zwischen den kranken, traumatisierten und dennoch zukunftsoptimistischen jungen Leuten wird immer herzlicher, doch das von beiden herbeigesehnte persönlichen Treffen gestaltet sich als schwierig, denn Miklós Ärzte raten von den Strapazen einer Reise dringend ab…
Dass es ein Happyend für Lilly und Miklós geben muss, weiß der Hörer von Beginn an, denn Autor Péter Gárdos hat die Geschichte seiner Eltern niedergeschrieben. Umso erstaunlicher ist es, wie es ihm gelingt, beim Hörer eine gebannte Spannung aufzubauen, mit der er dem Verlauf der Geschichte folgt und hofft, dass Miklós seine geplante Hochzeit auch wirklich erlebt. Das ist natürlich auch der Verdienst des Sprechers Axel Wostry, der sich den beiden Liebenden mit viel Empathie annimmt.

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