Institut für Jugendbuchforschung

Bilderbuchkünstler Jonas Lauströer zu Gast im Institut für Jugendbuchforschung

Am 30. und 31. Mai 2016 war der Hamburger Bilderbuchkünstler und Wissenschaftsillustrator Jonas Lauströer mit seinem Bilderbuch „Vom Fischer und seiner Frau“ in Einführungsseminaren zur Kinder- und Jugendliteratur am Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität in Frankfurt am Main zu Gast. Neben grundlegenden Überlegungen zur Erstellung eines Bilderbuches im Kontext aktueller Produktionsbedingungen des Kinderbuchmarktes wurden insbesondere am Beispiel von Runges Fischer-Märchen Möglichkeiten der Umsetzung von Umweltfragen in Text-Bild-Relationen diskutiert. Lauströer interpretiert Runges Märchen im Hinblick auf die zunehmende Meeresverschmutzung, Umweltveränderungen und Folgen neu. Damit nimmt er über das Bilderbuch Stellung zu Umweltdiskursen und regt den Betrachter an, das eigene Verhalten zu überprüfen. Im Seminar gab Lauströer Einblick in den Entstehungskontext und trat in einen lebhaften Austausch mit Studierenden. Hierbei ist es ihm ein Anliegen sowohl kleine als auch große Leser anzusprechen.

Bilder: Institut für Jugendbuchforschung

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Am 04. und 06.07.2017 stellte die Künstlerin und Bilderbuchillustratorin Patricia Thoma ihre Arbeit den Studierenden am Institut für Jugendbuchforschung vor

Seit 2015 konzentriert sich die Arbeit von Patricia Thoma verstärkt vor allem auf Kinder, die aus ihrem Heimatland geflohen sind. Dabei verfolgt sie nicht den Ansatz nach der Frage über die Fluchtgeschichte. Viel eher will sie mit ihrer Arbeit helfen, gute Erinnerungen wachzurufen und festzuhalten. Daher stellt sie den Kindern folgende Fragen: Was wollt ihr mit den Kindern hier teilen? Was wollt ihr ihnen aus eurem Heimatland erzählen?

Die Antworten haben die Kinder malerisch festgehalten. Besonders auffällig: Die Kinder malten in den meisten Fällen ihr heimisches Umfeld, ihre gewohnte Umwelt – das Haus der Familie, den Garten, das Auto oder einen Spielplatz, sich selbst beim Blumengießen oder beim Spielen mit den Geschwistern. Bei der Betrachtung der Bilder wird deutlich: meine (Um)Welt und deine (Um)Welt sind gar nicht so verschiedenen. Begleitet wurden diese Motive stets von den Flaggen des jeweiligen Herkunftslandes. Die Ergebnisse bei Jugendlichen wirkten hingegen in einigen Fällen düster und bedrohlich, mit aus den Nachrichten bekannten Motiven.

Patricia Thoma fasst in diesem Buch gekonnt die Themen Vorurteile, Migration und Integration aber auch Themen wie eine gemeinsame Umwelt zusammen. Indem sie Kinder aus anderen Ländern ihre Heimat vorstellen lässt, dreht sie die Willkommenskultur um. Durch dieses Konzept erhalten Kinder, deren Heimatland Deutschland ist, Einblicke in das normale Leben in anderen Ländern und erfahren, dass trotz unterschiedlicher Kulturen, die Erde unser gemeinsamer Planet ist, den es zu schützen gilt.

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