Welcome-Workshops im Erstaufnahmelager Donauwörth

Am 24.10.2016 nahm eine Gruppe von 14 Kindern im Alter von 10 bis 12 Jahren am ersten Welcome-Workshop im Erstaufnahmelager Donauwörth teil. Für die Mädchen und Jungen ist das Erstaufnahmelager in Donauwörth der erste Wohnort nach ihrer Ankunft in Deutschland. Sie leben seit zwei bis sechs Monaten dort. Betreut wird das Camp von den Maltesern.
Der Workshop stützte sich auf das von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. ausgezeichnete Buch „land art für Kinder. Mit Natur-Kunst durch die Jahreszeiten“ von Alexander Häfele. Nach einer kurzen Vorstellung des Projekts und des Ablaufs startete eine Wanderung. Die Kinder sammelten verschiedene Materialien im naheliegenden Stadtwald. Dabei wurden die unterschiedlichen Blätter den Baumsorten zugeordnet, Eicheln, Bucheckern, Zweige und Steine im Hinblick auf die land-art Collage gesammelt. Eine Zwischenstation legte die Gruppe am Wildgehege im Wald ein. Nach einer kleinen Stärkung wurde Zeichenmaterial und buntes Papier ausgeteilt und die Hirsche und Rehe beobachtet. Sie standen für verschiedene Zeichenexperimenten und Übungen Modell. Neben der Schulung der Wahrnehmung ging es um Linienführung und Fläche. Danach ging es wieder zurück zum Erstaufnahmelager.
Dort wurden weitere Materialien gesammelt und Ideen ausgetauscht. An einem kiesigen Platz an einer Waldlichtung stoppte die Gruppe, um die land-art-Collage zu gestalten. Die Kinder arbeiteten in Gruppen und collagierten Blätter, Tannenzapfen, Moos und weiteres Naturmaterial zu einer freien Collage. Es entstanden Tierbilder, Mandalas und Skulpturen. Nach der Fotodokumentation, die sich auch die Kinder wünschten, da die Kunstwerke vor Ort blieben, setzten wurde die Wanderung fortgesetzt. Der Workshop endete auf dem Gelände des Erstaufnahmelagers mit einer kurzen Nachbesprechung und der Übergabe eines Buches zum Vorlesen in der Kinderstube, worüber sich die Kinder sehr freuten.
Für die Mädchen und Jungen war der Workshop nicht nur eine schöne Abwechslung zur Kinderstube auf dem Gelände, sondern sie lernten auch, sich als Gruppe zusammenzufügen und gemeinsam ein Projekt zu gestalten. So konnte die Wanderung reibungslos ablaufen. Daneben lernten sie Begriffe zum heimischen Wald und Tieren und tauschten sich über die Natur in ihrem Heimatland im Unterschied zu Deutschland aus. Auch die Gestaltungen der Collage fand mit regem Ideenaustausch und großer Freude statt. Auf das Ergebnis waren die Kinder sehr stolz. Insgesamt herrschte eine ausgelassene und interessierte Stimmung in der Gruppe.

Zwei weitere Welcome-Workshops fanden im selben Erstaufnahmelager, jedoch mit anderen Kindergruppen am 21. und 28.11. statt. Jeweils von 13.00 bis 17.00 Uhr fanden diese mit Kindern im Alter von sechs bis dreizehn Jahren in der Kinderstube des Erstaufnahmelagers statt. Als Unterstützung war die Erzieherin der Einrichtung mit anwesend.
Zu Beginn wurde das Projekt und der Ablauf des Workshops kurz erklärt. Danach fanden sich die Kinder im Kreis zusammen und stellten sich vor, beschrieben wie lange sie schon im Erstaufnahmelager wohnten und woher sie kamen.
Der erste Teil des Workshops bestand aus der Klärung von Begriffen wie Umwelt, Natur, Ressource und Klimaschutz. Dabei wurde versucht, einfache Zusammenhänge zu erläutern und bildhaft dazustellen. Im Anschluss ging es um die praktische Umsetzung von Ressourcen schonendem Handeln und Klimaschutz. Gemeinsam wurden Umwelttipps gesammelt, die die Kinder bereits im Erstaufnahmelager umsetzen können. Diese Tipps wurden einfach und prägnant im Cartoon-Stil auf die Tafel gezeichnet und anschließend von den Kindern auf Tonpapier übertragen.
Im zweiten Teil des Workshops wurden die Kinder selbst kreativ. Verschiedene künstlerische Aktionen wurden dazu vorbereitet. Als Grundlage diente uns Naturmaterial wie Blätter, Tannenzweige und Bucheckern. Daraus wurden in Collagen Blättertiere angeordnet und kleine Geschichten erfunden und erzählt. Diese konnten dann noch minimal bemalt werden um ihnen ein realistischeres Aussehen zu geben. In einer weiteren Aktion wurde das Naturmaterial bei einer Drucktechnik verwendet. Mit verschiedenfarbigen Druckfarben wurden im Monotypie-Verfahren spannende Bilder gestaltet. Abschließend arbeiten die Kinder in kleinen Gruppen mit Kreidespray und Negativformen.
Die Mädchen und Jungen nahmen rege am Workshop teil und interessierten sich sehr für die Umwelttipps, die sie auch ihren Geschwistern und Freunden weitererzählten. Große Freude und Aufregung herrschte beim zweiten praktischen Teil des Workshops. Besonders Spaß hatten die Kinder beim Drucken. Die Überraschung und Begeisterung über die Ergebnisse war riesig.

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