Hörbuch des Monats Februar 2017

Die Jury des Medienhauses Sankt Michaelsbund hat folgende Hörbücher zum »Hörbuch des Monats Februar 2017« ausgewählt:

Hörbuch des Monats - junior

Kirsten John: Das Krümel-Projekt – Ein Hund auf Glücksmission

Gelesen von Katharina Schwarzmaier
München: Audio Media, 2016
2 CDs, ca. 142 Min.
ISBN 9783956392115
12,99 ¤
Ab 9 Jahren

Emma weiß genau, dass sie später Verhaltensforscherin werden will, und ist überglücklich, als Papa einen Hund nach Hause bringt. Krümel wird ihr erstes spannendes Forschungsobjekt, aber bald ist sie sehr enttäuscht, denn Krümel scheint sich nur für Emmas besten Freund Tom, ihre eigensinnige Oma und die unwirsche Nachbarin Frau Finkelstein zu interessieren. Doch dann findet Emma heraus, warum Krümel sich so verhält. Und sie stellt fest, dass Hundeglück genauso ansteckend ist wie Schnupfen! Es bedarf noch einiger großer Aufregungen und eines gewaltigen Gewitters, aber am Ende sind doch alle Menschen weniger einsam und sehr viel glücklicher als zuvor.
Die junge Schauspielerin und Synchronsprecherin Katharina Schwarzmaier liest diese vergnügte und sehr pfíffige Hundegeschichte mit viel Fröhlichkeit, und besonders die Figur der Großmutter von Emma interpretiert sie mit viel Humor und Liebe zum Schrägen.

Hörbuch des Monats - Erwachsene

Daniel Kehlmann: Du hättest gehen sollen

Gelesen von Ulrich Noethen Berlin: Argon edition, 2016 ISBN 978-3-8398-1529-8
2 CDs, 120 Min.
16,95 ¤


Mit dem Auftrag, die Fortsetzung seines erfolgreichsten Filmes endlich fertigzustellen, zieht sich ein Drehbuchautor (der Ich-Erzähler) in ein einsam gelegenes Ferienhaus in den Schweizer Bergen zurück. Hier will er Muße und Inspiration finden, denn sein ungeduldiger Produzent übt Druck aus. Weil aber auch Frau und Tochter mitgereist sind, kann er sich nicht vollkommen auf die Arbeit konzentrieren, sondern lässt sich immer wieder ablenken oder muss seinen Pflichten als Familienvater nachkommen. So bleibt es bei bruchstückhaften Notizen und halbfertigen Dialogen, die ihn zunehmend unzufrieden machen. Auch das gemietete Haus trägt nicht zu seinem Wohlbefinden bei: Irgendetwas stimmt hier nicht. Täglich entdeckt er neue Räume, Wände und Ebenen verschieben sich, die Zeit scheint nicht mehr linear abzulaufen. Sind das alles nur Symptome von Stress und Überforderung, oder sind sie tatsächlich in einem Spuk-Haus gelandet? Hat er seine Familie in Gefahr gebracht? Gibt es einen Weg zurück?
Die kurze Geschichte von Daniel Kehlmann beginnt harmonisch, steigert sich aber sehr schnell ins Beunruhigende und ausweglos Mysteriöse. Was sich auf dem Papier nur durch halbleere Seiten und unvollendete Sätze darstellen lässt, wird von Ulrich Noethen durch den Einsatz atemloser Pausen perfektioniert. Die kurzen Phasen der Stille sind in dieser Produktion ein entscheidendes Stilmittel und verursachen beim Hören ein tiefes Schaudern, auch wenn eigentlich gar nichts passiert. Noethens Interpretation der Atmosphäre im Haus und der tiefen Verstörung des Protagonisten verfeinern die Buchvorlage so, dass man in diesem Fall das Hören dem Lesen vorziehen sollte.

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