Dichter Arne Rautenberg liest für zwei Klassen der Lernwerft Schule

An den beiden Lesungen nahm jeweils eine 6. Klasse der Montessori-Schule teil, was für die Lesung und das darauf folgende persönliche Gespräch eine gute Größe bedeutete. Im Vordergrund der Lesungen stand die Frage nach der dichterischen Arbeitsweise. In der folgenden Dichterlesung machte Arne Rautenberg einen Gang durch seine Gedichte, wobei besonders die Gedichte in den Focus rückten, die einen Bezug zu gesellschaftlichen oder umweltpolitischen Anknüpfungspunkten boten. Wie äußern sich heutzutage die Jahreszeiten? Was hätten uns Tiere zu sagen, wenn sie sprechen könnten? Wie entwickeln sich Aufstieg und Fall der Läusestadt auf einem Blatt? Und welche Versteinerungen wird es von uns Menschen wohl in einhundert Millionen Jahren geben? In den zwischendurch immer wieder lebhaft geführten Diskussionen zeigte sich auch, dass Sprache mehr ist, als ein funktionales Medium zum Informationen austauschen, bewerten und vergleichen. Sprache kann auch anders eingesetzt werden: als ein subversives Mittel, dass zum (durchaus auch kritischen) Denken anregt. Denn, und das war das Ziel der Lesung: In der Zukunft werden neuen Probleme auf uns zukommen - und wir brauchen neue Antworten darauf; um diese Antworten zu bekommen, müssen wir gut und neu denken lernen. Und Poesie, so Arne Rautenberg, sei unverzichtbar, da in einem Gedicht auch immer viel Ungesagtes drinsteckt, bzw. weil die Poesie auch an den Rändern des Unsagbaren fischt. In der Poesie-Rezeption steckt die Möglichkeit, seinen Hirnmotor anzuschmeißen, ihn wachsen zu lassen, den kritischen Geist zu fördern, die Phänomene der Welt zu hinterfragen.

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