Ausstellungsempfehlungen

„Von pflichtbewussten Langfingern, zärtlichen Ungeheuern und inter-galaktischen Touristen. Einblicke in die Wesenkammer von Lena Schall“

Ausstellungseröffnung im Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseum am 13. Mai 2018, um 14:30 Uhr zum Internationalen Museumstag

© Lena Schall

„Bemerkenswert und sehr zum Staunen. Die Bilder sind so fröhlich, wirbelig, lustig, bunt… Dann wieder zum Teil sehr dunkel, fast düster und geheimnisvoll. Einzelne Bilder sind sehr, sehr zart, fast leer, die atmen so eine Stille aus… großartig.“ (Deutschlandfunk, Kritikergespräch, Sylvia Schwab)

Ein skurril-bunter Medienmix und dreidimensionale Collagen sind Lena Schalls Markenzeichen. Handgebastelte Puppen aus Gummi und Stoff, Accessoires aus Eisbechern, Büroklammern und Kronkorken, gezeichnete Elemente, Fotografien und ausgeschnittene Bilder aus Werbeprospekten lassen Szenerien wie in einem Wimmelbuch entstehen. Die Geschichten ihrer Bilderbücher werden so auch ganz ohne Text lebendig, mal lustig, mal düster, aber auf jeden Fall mit einer Prise schwarzem Humor. In der Ausstellung sind Collagen und Originalbilder zu sehen, aber auch die kleinen Puppen können in der Vitrine ganz genau betrachtet werden. Ermöglicht wurde die Ausstellung mit Unterstützung der Brüder-Grimm-Stiftung der Sparkasse Hanau.

Die Ausstellung kann vom 13.5. bis 5.8.2018 im Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseum Hanau-Wilhelmsbad besucht werden. Zur Eröffnung am 13.5. um 14:30 Uhr ist Lena Schall anwesend und gibt Einblicke in ihr Schaffen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

© Foto: privat

Lena Schall, geboren 1983, hat in Münster Mediendesign und Illustration studiert. Seit 2011 lebt sie in Berlin und widmet sich dort Illustrationen und Trickfilmen. Dabei bedient sie sich einer Vielzahl von Techniken und Stilen, von Zeichnungen und Collagen über Paper Art bis zu modellierten Figuren und Szenerien. Als Teil von MotionEnsemble erstellt sie erklärende Animationsfilme. Mit ihren Bilderbüchern „Als die Wellen Wurzeln schlugen“ (2014, mixtvision) und „Das schwarze Schaf“ (2017, mixtvision) war sie für die Serafina - Nachwuchspreis für Illustration der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur nominiert.

Adresse
Hessisches Puppen- und Spielzeugmuseum e.V., Parkpromenade 4, 63454 Hanau
www.hpusm.de

Öffnungszeiten
Dienstag – Freitag 10-12 und 14-17 Uhr; Samstag, Sonntag, feiertags 10-17 Uhr

Lehmriese lebt! Illustrationen von Anke Kuhl
Ausstellung 9.2. bis 13.5.2018 im Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseum Hanau-Wilhelmsbad

Eröffnung am Freitag, 9.2.2018, 18:30 Uhr

Olli und Ulla finden am Fluss richtig schön viel Lehm. Damit bauen die beiden Freunde auf der Wiese einen wunderbaren Lehmriesen. Womit Olli und Ulla nicht gerechnet haben: Über Nacht erwacht der Riese zum Leben und macht sich auf den Weg in die Stadt. Eigentlich ist der Lehmriese ganz freundlich! Er findet aber seinen Platz unter den Menschen nicht und stiftet versehentlich ein ziemliches Chaos. Einzig Ulla und Olli können ihm eine sinnvolle Aufgabe geben…

„In einem Comic kann man viel erzählen. Es ist eine Art Zwischenmedium zwischen Bilderbuch und Film.“ (Anke Kuhl)

Am Freitagabend eröffnete die Ausstellung rund um den zum Leben erwachten und freundlichen aber chaosstiftenden Lehmriesen. Begrüßt wurden die Besucher von Helmut Geyer (1. Vorsitzender des Vereins Hessisches Puppen- und Spielzeugmuseum Hanau-Wilhelmsbad) sowie mit einführenden Worten von Anna Hein-Schwesinger (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e. V.) und Anna Stemmann vom Institut für Jugendbuchforschung.
Herrlich unpädagogisch und humorvoll erzählt Anke Kuhl mit dem Lehmriesen die alte Geschichte vom Golem, welcher der Legende nach das jüdische Volk erretten soll, neu und ganz anders; mit ihrem leichten, fließenden Strich und aus der kindlichen Perspektive in einem Comic dargestellt. Die Ausstellung im Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseum zeigt nun die Originalzeichnungen, Reinzeichnungen und schließlich die fertigen Bilderbuchseiten des ersten Comics von Anke Kuhl, sodass der Betrachter die unterschiedlichen Produktionsstufen des Buches nachempfinden kann. So bilden schließlich die Geschichte und der Schaffensprozess eine eigene Erzählung, erzählt an den Wänden des Museums. Zur Vernissage kam Anke Kuhl, von 2014 bis 2017 Jurymitglied des Nachwuchspreises „Serafina“, persönlich vorbei und stand in einem Interview mit der Museumsleiterin Victoria Aschenfeldt Rede und Antwort. Die besondere Faszination an der Figur des Golem sei dabei, dass etwas vom Menschen Erschaffenes zum Leben erweckt werde. Auf die Frage, ob sie bereits in der Schule gute Noten gehabt habe, erwiderte die Illustratorin verschmitzt: „Im Zeichnen? Nur Einsen!“
Neben der Ausstellung ist ein Workshop für Kinder mit der Künstlerin geplant, der genaue Termin hierfür wird noch mitgeteilt.

Anke Kuhl © Foto privat

Die Illustratorin und Autorin Anke Kuhl, geboren 1970 in Frankfurt am Main, hat Freie Bildende Kunst in Mainz und anschließend Visuelle Kommunikation in Offenbach studiert. In Frankfurt gründete sie 1999 mit Philipp Waechter, Moni Port und anderen die Ateliergemeinschaft "labor". Sie war von 2014 bis 2017 Jurymitglied der Serafina - Nachwuchspreis für Illustration der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. Für ihre Arbeit wurde sie unter anderem mit dem Deutschen Jugendlite-raturpreis („Alles Familie!“ 2011) und dem Luchs des Monats Januar 2018 („Das Liebesleben der Tiere“) ausgezeichnet.

Adresse
Hessisches Puppen- und Spielzeugmuseum e.V., Parkpromenade 4, 63454 Hanau
www.HPuSM.de

Öffnungszeiten
Dienstag – Freitag 10-12 und 14-17 Uhr; Samstag, Sonntag, feiertags 10-17 Uhr

"Children's Picture Books from China"

Ausstellung vom 8.11. bis 15.12.2017 in der Stadtbibliothek Volkach

In Volkach an der Mainschleife findet im Umfeld des bundesweiten Vorlesetags und der Verleihung der Literaturpreise 2017 vom 8. November bis 29. November 2017 ein vielfältiges Literatur- und Kulturprogramm unter dem Motto "Lebens- und Umweltgeschichten erzählen" statt.

Rund 60% der von deutschen an chinesische Verlage verkauften Buchlizenzen sind Kinderbücher. Seit 2009 gewinnen chinesischen Bilderbücher an internationaler Bedeutung. Zudem hat sich die gesellschaftliche und pädagogische Einstellung zur Kindererziehung in China verändert. Dabei spielt die Darstellungsform Bildebruch eine wichtige Rolle. In einer Bilderbuchschau hat das Confucius Institute Headquarters, unter de Leitung von Dr. Jing Bartz, eine Wanderausstellung mit aktuellen Produktionen des chinesischen Bilderbuchmarktes konzipiert. Hierbei wurden Ausstellungsstücke aus 650 eingereichten Bilderbüchern aus allen Landesteilen Chinas ausgewählt. Eine Auswahl davon ist in der Stadtbibliothek Volkach zu sehen. Die Bandbreite reicht von klassischen Volkserzählungen bis hin zu problemorientierten Text-Bild-Erzählungen. Nach der Ausstellung in Volkach wandern die Bücher weiter an die Universität Wien.

Ort: Stadtbibliothek Volkach im Schelfenhaus, Schelfengasse 1, 97332 Volkach
Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag 15.00-18.00 Uhr, Mittwoch 15.00-19.00 Uhr, Freitag 9.00-13.00 Uhr

Gefördert vom Bayrischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, der Waldemar-Bonsels-Stiftung, dem Bezirk Unterfranken, der Stadt Volkach, der Akademie Faber-Castell sowie dem Confucius Institute Headquarters.

„Gretes Krieg – mit gespitztem Stift durch das Jahr einer Kind-heit: 1943“

Ausstellung mit INK, 26.10.2017 bis 28.01.2018 im Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseum Hanau-Wilhelmsbad

© Illustration „Flucht“: INK

Eigentlich ist INK Sonntag-Ramirez Ponce, die bereits mehrfach international und national für Ihre Werke ausgezeichnet wurde, mit ihren ausgefeilten, großformatigen Bleistiftzeichnungen in Europa unterwegs. Doch wenn sie auf ein Thema trifft, das ihrer Meinung nach unbedingt auch für Kinder zugänglich und erschließbar gemacht werden soll, dann nutzt sie ihren Bleistift auch für Illustrationen. Neu erschienen ist der zweite Band der Erzählung „Grete in der Schwalm – Sommer und Herbst“ der Autorin Brunhilde Miehe, das sich mit den Themen "Flucht und Krieg" in Deutschland im Jahre 1943 auseinander setzt und gerade deshalb einen sehr aktuellen Bezug zum Heute hat. Das Buch richtet sich insbesondere - aber nicht nur - an Kinder, um ihnen diese Themen näher zu bringen. Es ist auch ein Buch für ältere Erwachsene und letzte noch lebende Zeitzeugen, denen es so einen Zugang zu ihren Erinnerungen eröffnet, um diese Erinnerungen als wichtige Erfahrung für die Kinder von heute weiterzugeben. Für INK integriert sich diese Arbeit in ein Projekt, das sich aus ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten mit den Folgen eines Krieges beschäftigt.

Die Ausstellung ist vom 26.10.2017 bis 28.01.2018 im Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseum Hanau-Wilhelmsbad zu sehen.
Zur Eröffnung, am 26.10. um 19 Uhr, sind Autorin Miehe und INK anwesend und geben Einblicke in die Entstehungszusammenhängen des Buches und der Illustrationen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Hessisches Puppen- und Spielzeugmuseum e.V., Parkpromenade 4, 63454 Hanau
Öffnungszeiten
Dienstag – Freitag 10-12 und 14-17 Uhr; Samstag, Sonntag, feiertags 10-17 Uhr

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