EXTRABLATT 2/2026

Bücher gegen das Vergessen

Empfehlungsliste und Sonderausstellung im Rahmen der Münchner Bücherschau Junior
Forum der Zukunft im Deutschen Museum München, 7. bis 15. März 2026

Empfohlen von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur und dem Sankt Michaelsbund
REDAKTIONSTEAMS
für die Bücher: Dr. Jana Mikota • Dr. Claudia Maria Pecher • Maximilian Mihatsch M. A. • Josef Rößner M. A.
für die Apps: Dr. Michael Stierstorfer und App-Jury

Wenn Antisemitismus beginnt, wieder salonfähig zu werden, müssen Demokratinnen und Demokraten mit Entschiedenheit dagegen vorgehen. Dabei darf es nicht bei leeren Parolen bleiben, sondern bedarf des realen Engagements von Beginn an – in den Familien, in Kita, Schule und Bücherei. Kinder- und Jugendbücher können ein zentraler Baustein im Kampf gegen Extremismus und Antisemitismus sein. Die ausgewählten Medien vermitteln nicht nur theoretisches Wissen über Krieg und Frieden, insbesondere auch die Gräuel der NS-Zeit, sondern können vor allem Empathiefähigkeit und Zugewandtheit ausbilden, emotionale Verbundenheit mit Menschen allgemein, sowie insbesondere den Jüdinnen und Juden von damals und heute, schaffen.

Zudem bilden gute Kinder- und Jugendbücher durch ihre Erzählungen allgemeinmenschliche Werte wie Nächstenliebe, Toleranz oder Mitgefühl ab, ohne dabei zu pädagogisieren. Die hier vorliegenden Empfehlungen leisten so auf verschiedene Weise wichtige Beiträge gegen das Vergessen. Sie sollten daher in keiner Bücherei fehlen, auch weil sie sich bestens für den Einsatz in Kita und Schule eignen.

Die Titel sind in einer Sonderausstellung im Rahmen der Münchner Bücherschau Junior von 7. bis 15. März 2026, 9 bis 18 Uhr, im Forum der Zukunft im Deutschen Museum in München zu sehen.

Bücher gegen das Vergessen 2026 (Postkarte)